Das CJD - Die Chancengeber CJD Christophorusschulen Berchtesgaden

Austauschprogramm mit Frankreich: Vom Atlantik zum Steinernen Meer

31.05.2016 CJD Berchtesgaden Gymnasium « zur Übersicht

Am 2. Mai war es soweit: 32 französische Austauschschüler im Alter von 13-15 Jahren aus der Nähe von Bordeaux traten für eine Woche den Rückbesuch bei ihren deutschen Partnern des Gymnasiums der CJD Christophorusschulen an, die, wie bereits berichtet, letzten Oktober ebenfalls eine Woche dort verbracht hatten.

Ihre Französischlehrer Oberstudienrätin Brigitte Hofreiter, Oberstudienrat Hans-Peter Hoffmann und Magister Beatrice Prost hatten schon monatelang alles organisiert, um den Neulingen , die zum größten Teil erstmalig Bayern besuchten, ein abwechslungsreiches Programm zu bieten, das von den Familien und auch vom Internat ergänzt und bestens unterstützt wurde. Am Dienstag 03.Mai wurden die französischen Schüler, versehen mit ihrer ersten Butterbrezel, von Schulleiter Oberstudiendirektor Stefan Kantsperger begrüßt und anschließend durch das Jugenddorf geführt, wobei die frisch verschneiten Berge besonderen Eindruck auf sie machten, sowie der Skilift auf dem Areal. Nach einem ersten Schnupperbesuch im Unterrichts ging es dann in Begleitung der deutschen Schüler gleich hinaus in die für sie ungewohnte Gebirgslandschaft, und auf der Wanderung über die Scharitzkehlalm zur Ligeretalm kam es  prompt zu einer Schneeballschlacht , auf die sich die Franzosen schon lange gefreut hatten! Nach knapp zweistündigem Marsch fand die Abfahrt mit der Obersalzbergbahn guten Anklang, musste doch noch anschließend der Markt Berchtesgaden besichtigt werden. Am Schlossplatz gefiel besonders der uralte Kreuzgang mit seinen symbolhaften Reliefs an den reich verzierten Säulen. Neben der Berchtesgadener Handwerkskunst fand auch die Fassade des „Affenhauses“ mit seiner lustigen Bemalung im Renaissancestil Beachtung. Anschließend bekamen die Franzosen dann noch im Haus der Berge einen umfassenden Eindruck von der hiesigen Fauna und Flora und hatten natürlich als Küstenbewohner so manche Fragen zum Hochgebirge. Am Mittwoch nach dem Unterricht fuhren alle Austauschteilnehmer nach Salzburg, wo unter der sachkundigen Führung unserer ortskundigen Kollegin Frau Prost ein Rundgang über den Burgberg, durch die Getreidegasse und hinüber zum Mirabellgarten unternommen wurde, wobei die vielfältige und wunderschöne Architektur großes Erstaunen erweckte.Ebenfalls guten Anklang fand in der Mozartstadt bei den französischen Kolleginnen ein „kleiner Brauner“, „Einspänner“ oder „Verlängerter“ im weltbekannten Café Tomaselli, dessen Interieur anerkennend fotografiert wurde. Aber auch das gute bayerische Bier ließen sich die Französinnen auf einer Stippvisite im Hofbräuhaus schmecken, wobei sie gerne einigen „Gstanzln“ und Jodlern lauschten. Am Donnerstag, dem sog. Vatertag mit Kaiserwetter wurden in den Familien Ausflüge ins Grüne unternommen, wie z.B. in die Almbachklamm, um den Hintersee oder auf die Kneifelspitze, aber auch in den Schnee, wie aufs Rossfeld oder auf das Kitzsteinhorn. Auch Im Internat am Dürreck und auf der Buchenhöhe wurden französische Schüler beherbergt und es wurden Wanderungen unternommen, wie in die Eisriesenwelt bei Werfen und auf die Burg Hohenwerfen mit ihrer Greifvogelschau. Manche Unternehmungen gingen bis zum Chiemsee oder gar ins Allgäu, zur Burg Neuschwanstein. Da unser Naturjuwel, der Königssee, hierbei nicht fehlen durfte, besuchten am Freitag nach der Schule alle zusammen den Obersee und die Wallfahrtskirche Sankt Bartholomä. Auch die drei Lehrerinnen , die z.B. die Dokumentation Obersalzberg besuchten und ihrerseits ein straffes Besichtigungsprogramm absolvierten, waren begeistert von der Natur und Kultur hierzulande, wie z.B. den Wasserspielen von Hellbrunn, verbunden mit dem Hochgenuss unserer Berge bei strahlendem Wetter und den abendlichen bayerischen „Schmankerln“ in Biergärten oder bei den deutschen Kollegen zu Hause. Sie bedauerten jedenfalls – wie auch ihre Schüler – am Montag 09.Mai unser Berchtesga-dener Land wieder verlassen zu müssen. Zum Abschluss winkte noch eine von Frau Hofreiter geführte Schnuppertour durch die Münchener Altstadt, bevor die Franzosen  voller neuer Eindrücke von der ereignisreichen Woche in Bayern wieder ins Flugzeug stiegen. Es bleibt beiderseits die Vorfreude auf eine Fortsetzung des Austausches im Herbst.

 

Brigitte Hofreiter