Das CJD - Die Chancengeber CJD Christophorusschulen Berchtesgaden

Gewaltprävention in den 8. Klassen

25.02.2014 CJD Christophorusschulen Berchtesgaden « zur Übersicht

In Zusammenarbeit mit den Jugendbeamten der Polizeiinspektion Berchtesgaden, Regina Dörr und Markus Tettenhammer, fand in den Klassen 8a und 8b des Gymnasiums der Christophorusschulen vom 17. bis 19. Februar 2014 jeweils ein zweitägiges Seminar zur Verhinderung von Gewalt im Schulalltag und zur Gefährdung durch unkontrollierten Gebrauch von neuen Medien statt.

Zunächst wurden am ersten Seminartag unter dem Titel „Zammgrauft“ in Rollenspielen den Jugendlichen die Auswirkungen einer positiven Gruppenarbeit vor Augen geführt. Sehr eindrucksvoll führten die Beamten die Schüler zu der Erkenntnis, dass der Gesamterfolg einer Gruppevon jedem Teilnehmer abhängt, obwohl die Schnelligkeit bei einer Problemlösung insbesondere von den Gruppenmitgliedern gefördert wird, die mit hoher Sozialkompetenz ausgestattet sind und mit guten Ratschlägen ihre Teamkollegen unterstützen können.

Nach jedem Rollenspiel wurden die Abläufe durch Erörterungen im Stuhlkreis optimiert und teilweise durch Wiederholung erneut eingeübt.

Auch das Verhalten von Jugendlichen im öffentlichen Raum wurde ausgiebig erörtert: Wie verhalte ich mich, wenn in öffentlichen Verkehrsmitteln Gewalt gegen Fahrgäste ausgeübt wird? Wie kann ich helfend eingreifen, ohne mich selbst in Gefahr zu bringen? Wann ist es sinnvoll, die Polizei einzuschalten? Unter Bezugnahme auf aktuelle Fälle von Gewaltverbrechen und z.T. drastisch dargestellten Spielszenen wurden die Schüler von den Beamten sehr direkt angesprochen und bestens motiviert.

Am zweiten Seminartag wurde das Thema „Sexting“ behandelt. Dabei handelt es sich um das leichtfertige Verbreiten intimer Fotos im Netz und sich daraus ergebender möglichen Folgen wie Mobbing. Der dazu gezeigte Film machte alle Zuschauer sehr betroffen, zumal die Handlung im schulischen Umfeld angesiedelt war. In der sich anschließenden intensiven Diskussion wurde den Schülern an Beispielen vor Augen geführt, wie gefährlich es sein kann, persönliche Daten und Bilder in das Netz zu stellen, denn wie ein vorschnell gesprochenes böses Wort kann auch eine Information aus dem Netz nicht wieder zurückgenommen werden.