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Bobsport zum Anfassen: CJD-Christophorus-Schüler integrieren Bob-WM in den Unterricht

19.02.2017 CJD Berchtesgaden Gymnasium « zur Übersicht

Schönau am Königssee – Unterricht zum Anfassen – manch einer hätte sich das in seiner Schulzeit gewünscht. Für die Fünft-, Sechst- und Siebtklässler des CJD Christophorus Gymnasiums in Schönau am Königssee war das in den letzten Wochen Realität.

Kaum ist die Entscheidung des Internationalen Bob- und Skeleton-Verbandes IBSF gefallen, die diesjährige Weltmeisterschaft nicht im russischen Sotchi, sondern am Königssee auszutragen, hat für Oberstudienrätin Carola Berk die Arbeit begonnen. Sie wollte das Sport-Ereignis in den Unterricht integrieren und mit Hilfe des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD) auch an der Kunsteisbahn für die Schüler greifbar machen. „Die Fachkollegen haben sich mit den Schülern in Erdkunde mit den Flaggen der teilnehmenden Länder beschäftigt, in Kunst haben sie diese und verschiedene Banner gezeichnet, in Musik die Nationalhymnen besprochen und in Deutsch und Englisch Interviewfragen erarbeitet, die die Schüler den Sportlern stellen könnten“, erzählte sie begeistert.

Damit aus dem ‚könnten‘ ein ‚konnten‘ wurde, brauchte Frau Berk die Hilfe des BSD, der die Schüler zum Training an die Bobbahn einlud. Dort führte sie Anschieber Gregor Bermbach herum und erklärte ihnen alles. Von den technischen Fakten bis zu den Abläufen beim Training oder Rennen für die Sportler, die Schüler durften alles fragen, was ihnen unter den Nägeln brannte.

Spannend wurde es dann für die etwa 60 Jungen und Mädchen als das Training der Zweierbobs begann. Zusehen, wie die Sportler den Eiskanal hinunter rasten und sie im Ziel abklatschen, war für sie ein ganz besonderes Erlebnis. Auch nahmen sie all ihren Mut zusammen, um den Sportlern, die im Unterricht erarbeiteten Fragen zu stellen – auf Deutsch und auf Englisch. Die Bobfahrer ihrerseits freuten sich über das Interesse an ihrem Sport und die Begeisterung der Schüler.

Ein Loch im Bauch dürften am Ende des Vormittags auch die Skeletonis Anna Fernstädt und Tina Hermann gehabt haben. Die beiden ehemaligen CJD-Schülerinnen nahmen kleinere Gruppen während des Trainings mit in den Kreisel, um ihnen genau zu erklären, wie so eine Fahrt in der Kunsteisbahn abläuft, was den Sport so faszinierend macht und was sie sich von der Weltmeisterschaft erwarten.

Auf dem Heimweg waren alle Schülerinnen und Schüler rundum zufrieden und überwältigt von dem Erlebten. Umso spannender dürfte es für sie werden, wenn sie zu den Wettkämpfen kommen dürfen, um die Athleten anzufeuern. Dafür hat es nämlich vom BSD Freikarten gegeben. Natürlich dürfen dann die selbstgemalten Banner nicht fehlen und die ein oder andere Nationalhymne bei der Siegerehrung sollten sie auch mitsingen können, wobei wir natürlich alle hoffen, dass es die deutsche sein wird.