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12.12.2011 -
Geburt einer Zeitung
Schüler der CJD Christophorusschulen Berchtesgaden erleben das Entstehen einer Zeitung. Anfang Dezember besuchte der Fotokurs der Q 11 und 12 die Redaktion des Berchtesgadener Anzeigers, um mitzuerleben wie die Heimatzeitung entsteht.
Leider ist nichts so alt, nein, so tot, wie die Zeitung von gestern, um so interessanter ist die Geburt der Zeitung von morgen.
Ulrich Kastner, der Chefredakteur der Heimatzeitung des Berchtesgadener Landes, des Berchtesgadener Anzeigers, hatte die Schülerinnen und Schüler des Fotokurses Q 11 des Gymnasiums der CJD Christophorusschulen Berchtesgaden in die Redaktionsräume eingeladen, um den Entstehungsprozess einer Tageszeitung live mit zu erleben.
Die erste Ausgabe des Berchtesgadener Anzeigers kam am 6.12.1882, also vor fast genau 129 Jahren auf den Markt, mit dem Versprechen „nicht nur alle amtlichen Berichte des Bezirkes, sondern auch alle wichtigen Lokalnachrichten, mitunter auch die neuesten politischen Ereignisse“ der Öffentlichkeit bekannt zu machen.
Die Auflage des Berchtesgadener Anzeigers beträgt heute 6000, die Wochenendauflage 7000 Exemplare. Wenn man bedenkt, dass es sich hier um eine Familienzeitung handelt, die von mehreren Familienmitgliedern gelesen wird, kann man von ca. 12000 Lesern pro Ausgabe rechnen.
Kastner beschrieb als erstes den Grobaufbau der Zeitschrift. Sie ist gegliedert in Internationalen, nationalen und bayerischen Teil, dann der Lokalteil, an den sich Kulur und Sport anschließen. Die letzte Seite ist für die Kinder reserviert, wobei sich herausstellte, dass sich auch über 17 jährige „Kinder“ mit dieser Seite beschäftigen.
Die Berichte für den Lokalteil werden von verschiedensten gesellschaftlichen Gruppierungen, wie zum Beispiel Vereinen und Verbänden, wie auch von freien Mitarbeitern erstellt. Die freien Mitarbeiter werden nach veröffentlichten Zeilen bezahlt. „Aber reich werden kann dabei keiner“, bemerkte Uli Kastner. Die vier fest angestellten Redakteure sind kaum noch vor Ort des Geschehens, ihre Hauptaufgabe ist das Sondieren der eingehenden Artikel und das Layout der Zeitung des nächsten Tages. Ein Großteil der Seiten werden direkt vom Traunsteiner Tagblatt übernommen. Nur der Lokalteil entsteht in der Griesstätterstraße. Nach Rotationsdruckmaschine, Fotosatz, Computern wird heute die Tageszeitung mit Hilfe EDV unterstützter Ganzseitenproduktion hergestellt. Uli Kastner zeigte an einigen Beispielen, wie mit ein paar Mausklicks Fotos, Überschriften und Texte in die passende Form und Größe gebracht werden können und die Seiten sehr schnell gefüllt werden können.
Als die Schülerinnen und Schüler der Redakteurin Carolin Irlinger über die Schulter sahen, konnten sie einen Teil der Zeitung des nächsten Tages sehen.
Uli Kastner versprach den Schülerinnen und Schülern im Frühjahr am Gymnasium der CJD Christophorusschulen Berchtesgaden, im Rahmen des Tages der offenen Tür, einen Vortrag zum Berufsbild des Zeitungsredakteurs, zu halten.
Harald Schröder-Schäfer





