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08.07.2010 -
Lesung: „Mein Weg als deutscher Jude“
Ein Jugenddörfler kehrt zurück: 47 Jahre nach seinem Abitur besucht Prof. Dr. Julius Schoeps seine ehemalige Internatsschule auf den Obersalzberg, um vor Schülern aus der Realschule und des Gymnasiums der CJD Christophorusschulen Berchtesgaden eine Lesung zu halten. Das CJD Berchtesgaden lädt dazu alle Interessierte, Förderer und Ehemalige ein.
Der ehemalige Christophorusschüler Julius Schoeps ist promovierter und habilitierter Geschichtswissenschaftler und leitet als Direktor das Moses-Mendelssohn-Zentrum in Potsdam. Er war Gastprofessor in New York, Oxford, Seattle, Tel Aviv und Budapest. Am 14.7.2010, um 19.30 Uhr liest Prof. Dr. Julius Schoeps im Internat des CJD Berchtesgaden aus seinen autobiographischen Notizen „Mein Weg als deutscher Jude“, erschienen 2003 im Pendoverlag in Zürich. Ebenso liest er aus seinem neuesten Buch „Das Erbe der Mendelssohns - Biographie einer Familie“, das 2009 im S. Fischer Verlag erschienen ist. In „Mein Weg als deutscher Jude“ beschreibt er seine Zeit auf dem Obersalzberg als „Rettung aus schulischer Not“. Das CJD habe ihm durch seinen Gründer Pastor Arnold Dannenmann getreu des CJD-Mottos „Keiner darf verloren gehen“ eine Chance geboten, die er als Internatsschüler nutzte, um 1963 sein Abitur zu machen. Später war er im In- und Ausland tätig, u.a. 1974 bis 1991 als Professor für Politische Wissenschaft und Direktor des Salomon Ludwig Steinheim-Instituts für deutsch-jüdische Geschichte an die Universität Duisburg. 1993 bis 1997 war er nebenamtlich Gründungsdirektor des Jüdischen Museums der Stadt Wien und von 1991 bis 2007 Professor für Neuere Geschichte (Schwerpunkt deutsch-jüdische Geschichte). Seit 1991bis heute ist er zudem Geschäftsführender Direktor des Moses-Mendelssohn-Zentrums für europäisch-jüdische Studien an der Universität Potsdam.





