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Figurenzeichnen mit Stefan Birkel

26.11.2014 CJD Berchtesgaden Gymnasium CJD Christophorusschulen Berchtesgaden « zur Übersicht

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Am vergangenen Mittwoch traf sich der Kunstkurs der Q11 des CJD Christophorusgymnasium mit ihrem Kunstlehrer Peter Karger und dem Maler Stefan Birkel zu einem Workshop.

Um 14 Uhr trafen sich die Jugendlichen in der Galerie Ganghof, welche seit fünf Jahren betrieben wird und früher als Schreinerei genutzt wurde, mit dem Maler Stefan Birkel. Stefan Birkel stammt aus Reichenhall und ist einer der wenigen Maler in ganz Oberbayern, der von seiner Kunst leben kann. Seine Begabung für die Malerei zeigte sich schon früh im Kindesalter. 1993 fertigte er seinen ersten Drahtdruck an, bei dem er das Bild zweimal versetzt druckte um einen Flimmereffekt zu erzielen. An seinem ersten „großen“ Bild arbeitete er zwei Monate, an seinem aktuellen arbeitet er schon seit zwei Jahren. Er malt es für einen amerikanischen Sammler, der den Fasching in New Orleans mit Jazzmusik in einem Bild vereint sehen will.  Stefan Birkel setzt dies um, indem er eine tanzende Menschenmenge darstellt.  Er zeigt einen Beerdigunszug (Jazzmusik war früher Beerdigungsmusik), aus dem bedeutende und mittlerweile verstorbene Musiker der Jazzszene heraus ragen.  Auch wenn auf dem Bild ein scheinbares Durcheinander herrscht, gibt es ein gewisses Ordnungsprinzip, verschiedene Linien führen das Auge. Jede einzelne Figur ist geplant und musste davor genau skizziert werden, es existieren mehrere Zeichnungen auf denen nur einzelne Figuren zu sehen sind. Auf dem eigentlichen Bild sind die Figuren mit bis zu drei Rand-Linien umrahmt, um Plastizität zu erzeugen. Und damit spricht er schon das eigentliche Thema des Workshops an: Figurenzeichnungen. Dieses Thema war, wegen einer Kunst-Schulaufgabe am darauffolgenden Tag, besonders wichtig.  Stefan Birkel nannte viele verschiedene  Arten eine Figur bewegt darzustellen, erklärte ihre Wirkung und veranschaulichte sie mit Beispielen. Anschließend sollten die Schüler eine Figur seines Gemäldes nachmalen, bei dem er die Bewegung durch extreme Perspektive dargestellt hat. Jedoch sollte die Figur nicht eins zu eins übernommen, sondern auf andere Weise wiedergegeben werden. Damit dies auch funktionierte, ging der Maler herum und gab den Schülern und Schülerinnen wertvolle Tipps, die auch für die Schulaufgabe von großem Nutzen waren. Es war ein sehr informativer Workshop mit einem talentierten Künstler. Übrigens hängen einige von Stefan Birkels Bildern derzeit noch in der Galerie Ganghof aus.(pz)