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Ausflug der 9.Klassen des Gymnasiums der CJD Christophorusschulen Berchtesgaden in die Münchner Residenz

21.12.2015 CJD Berchtesgaden Gymnasium « zur Übersicht

Im Dezember unternahmen die Klassenleiter Herr Richard Reithmeier und Frau Brigitte Hofreiter mit ihren 9.Klassen einen kulturellen Ausflug in die Landeshauptstadt, um die Münchner Residenz zu besuchen.

 

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Während der 1 1/2 stündigen Führung erfuhren sie auf beeindruckende Weise, welche Schätze in diesem größten Innenstadtschloss Deutschlands, das zehn Höfe und mehrere Gebäudekomplexe umfasst, zu bewundern sind. In einer Auswahl aus den 130 Schauräumen, die bis heute zum Teil für Staatsempfänge, Konzerte und Bankette genutzt werden, wurden den Besuchern Pretiosen aus der Renaissance, dem Barock, Rokoko und Klassizismus nahegebracht, wie z.B. die Vierflügelanlage des manieristischen Grottenhofs und seine hübsche Brunnenwand mit Muscheleinlagen, wobei erklärt wurde, dass in der Renaissancezeit erstmals solche Naturmaterialien unter die Lupe genommen und verwendet wurden. Von hier aus, vorbei an einem kleinen Ölbild der bayerischen Prinzessin Sissi, gelangt man in den größten Renaissancesaal nördlich der Alpen, das Antiquarium, so genannt wegen seiner in überreichen Bemalungen mit Anklängen an die Antike: man kann an der endlos langen Gewölbedecke Götterdarstellungen der vier Kardinaltugenden eines guten Regenten bewundern, wie IUSTITIA(Gerechtigkeit), VIRTUS(Tapferkeit), TEMPERANTIA (Mäßigung) und PRUDENTIA (Klugheit); auch alle Städte Bayerns sind unter die Fenster gemalt. Man könnte hier Stunden verbringen, um alles gebührend zu betrachten, ähnliche Räume dieses Stils findet man höchstens in Rom wieder, und so verwundert es nicht, dass man stolz sein kann, diesen überaus eindrucksvollen, galerieartigen Raum bei Staatsbanketten präsentieren zu können. Aber auch die Schlichtheit der neuerdings restaurierten Hofkirche mit ihrer wunderbaren Akustik ist erstaunlich, und obwohl die ehemaligen Fresken unwiederbringlich verloren sind, beeindruckt doch umso mehr die puristische klassische Architektur. Hier werden Konzerte abgehalten, die sicher ein besonderes Klangerlebnis bieten! Nun ging der Rundgang weiter in einen Saal mit sog. <trompe d'oeil-Malerei>, wobei die Absicht bestand, die Raumdecke durch geschickte Perspektivmalerei wesentlich höher wirken zu lassen. Danach folgten überaus reich ausgeschmückte barocke Prunkräume  mit unendlich lang wirkenden, durch riesige Wandspiegel erzeugten Salonfluchten, erleuchtet durch kristallfunkelnde, unheimlich wertvolle Kronleuchter und reich bestückt mit wertvollsten chinesischen Porzellanvasen...den staunenden Schülern wurden aber auch Details erklärt, wie z.B. ein vergoldeter Drache, der sich ganz versteckt unter einer Barockkonsole verbirgt, oder das weltweit einzigartige rote Kabinett mit seinen wand-bedeckenden Miniaturen und feinst ziselierten, vergoldeten Schnitzereien. Dabei wurde erst einmal klar, dass so ein Sekretär in einem dieser Räume durchaus einige 100 000 € wert sein kann! Großartig ist auch die mit grünem Seidendamast ausgekleidete Galerie mit riesigen Gemälden, sowie die Ahnengalerie mit ihren herrlichen Stukkaturen und einem riesigen Stammbaum der Wittelsbacher, die diese Räume bewohnten. Natürlich kann man nicht auf einmal alle Schätze in ihrer unermesslichen Vielfalt, die diese umfangreiche Anlage der  Residenz bietet, besuchen, aber diese Besichtigung  war sicher ein Anstoß für die Schüler, wieder einmal herzukommen und beispielsweise die sehr reichhaltige Schatzkammer zu bewundern. Den Abschluss des kurzen München-Aufenthaltes bildete anschließend der Besuch des nahen Christkindl-Marktes und der von der Mariensäule ausgehenden Kaufinger-Neuhauser Straße mit ihren weihnachtlich geschmückten Geschäften, wo hier und da noch fleißig für das Fest ein-gekauft wurde und einige Münchner <Schmankerl> für das leibliche Wohl sorgten! Eine besonders schöne Kulisse für einen Weihnachtsmarkt bot jedenfalls der Renaissancehof an der Westfassade der Residenz; die Berührung der dort stehenden Bronzelöwen soll Glück bringen!

Brigitte Hofreiter